Was Designer und ihre Leistungen wert sind

Was ist ein Designer wert?

Wertschätzung beginnt zuallererst bei einem selbst. Also, wie sich ein Designer als Person mit seinen Eigenschaften, Fähigkeiten und Kompetenzen selbst einschätzt. Dies sind die Voraussetzung für Urteilsfähigkeit, ohne die zielgerichtetes und selbstständiges Denken und Handeln nicht möglich ist. Nur damit ist professionelles Unternehmen machbar und glaubhaft vermittelbar –  verleiht Designern Selbstwirksamkeit.

Diese Selbstwirksamkeit ist die Grundlage für die Definition der Leistung, die berufliche Designer anderen (zum Beispiel Auftraggebern/Kunden) anbieten. Das Leistungsspektrum kann sich von der Beratung in Entwicklungsprozessen, über die Planung in diesen, bis zur Gestaltung erstrecken. Es deckt also die bereits erwähnten gedanklich gestalteten Mentefakte, sozial gestalteten Soziofakte und dinglich gestalteten Artefakte ab.

Wenn also Designer von Anbeginn in Entwicklungsprozesse integriert werden, können sie ihre speziellen Eigenschaften, Fähigkeiten und Kompetenzen einbringen. Damit leisten sie einen Beitrag zur Optimierung dieser Prozesse und Reduzierung von Opportunitätskosten – also entgangenen Erlösen, die dadurch entstehen, dass vorhandene Möglichkeiten zur Nutzung von Ressourcen nicht wahrgenommen werden. Anders formuliert: Designer können dazu beitragen, dass der Nutzen aus Prozessen, Erträgen und Kommunikation erhöht wird.

Ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang ist, die Spannung zwischen der Orientierung an Ressourcen und der an Idealzuständen zu nutzen. Dies gelingt immer dann, wenn zwischen Designern und Auftraggebern in ihrer Zusammenarbeit eine Symbiose entsteht. Nur dann sind die Voraussetzungen geschaffen, Innovation zu ermöglichen, anstatt sich lediglich auf Imitationen zu beschränken.

Der Wert eines Designers ist daher in erster Linie an dem durch seine Leistung möglich gewordenen Nutzen abzuschätzen. Wenn dieser Nutzen quantifiziert wird, muss er in Relation zur Leistung des Designers gestellt werden, um seinen tatsächlichen Wert zu schätzen, ihm diesen auch zuzugestehen und zur Verfügung zu stellen.

Jede Geringschätzung und Vorenthaltung des angemessenen Wertes fällt auf den zurück, der Designer nicht adäquat am Nutzen beteiligt. Dies wirkt sich in der Regel auf die Qualität der Leistung aus, die, wenn man unter den Möglichkeiten bleibt, bestenfalls Mittelmaß erreicht. Damit kann auf Dauer kein nachhaltiger Nutzen generiert und es können auch keine Werte geschaffen werden.

Ergo, je höher die Wertschätzung für Designer und ihre Leistungen sind, umso höher ist der Nutzen ihrer Auftraggeber/Kunden!